Jahresausflug 2014

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So ganz astrein war das Wetter nicht, als wir uns am Sonntagmorgen auf dem Parkplatz beim Waldstadtzentrum eingefunden haben; es nieselte und der Himmel war grau. Dem schlechten Wetter zum Trotz bestiegen wir – 73 Sängerinnen, Sänger und Freunde des Waldstadtchors – gut gelaunt die beiden Busse.
Um 9 Uhr fuhren wir los Richtung Bruchsal, Heidelberg, entlang des wolkenverhangenen Neckartals, vorbei an Neckarsteinach, Eberbach. Dann bogen wir ab in den Odenwald und gelangten über Kirchenzell zu dem kleinen Städtchen Amorbach, unserem ersten Reiseziel

Amorbach (3975EW, Standt Dez. 2012)

Das Städtchen hat sich aus dem Benediktenerkloster Amorbach nach und nach entwickelt. Zwischen 1803 und 1806 war es Residenzstadt des Fürstentums Leiningen. 1816 wurde Amorbach bayrisch, seit 1965 ist es Luftkurort.

Da die Busse am Ortseingang parken mussten, hatten wir die Gelegenheit, trotz Regen, beim Gang zu unserem Ziel St. Gangolf einen kleinen Eindruck von dem historischen Stadtkern zu bekommen.
Unser eigentliches Ziel aber war die Katholische Pfarrkirche St. Gangolf.
St. Gangolf, der Patron dieser Kirche ist zugleich auch Quellenheiliger (Amorbachquelle) und in den dort ländlichen Gebieten auch Schutzpatron der Pferde.
Die erste Steinkirche entstand 1183.
Die jetzige Gestalt der Kirche stammt nach einem Generalumbau aus dem 18. Jahrhundert. Besonders schön sind die Deckengemälde, viele Statuen und die zwei Kanzeln zu beiden Seiten des Chorbogens, die das Alte und Neue Testament versinnbildlichen sollen.
Allerdings ist nur die linke Kanzel (NT) über eine Treppe begehbar.
Das Orgelspiel auf der prächtigen Orgel aus dem 18. Jahrhundert bildete den Abschluss der interessanten Kirchenführung und demonstrierte uns nicht nur die vielen Klangfarben des Instruments sonder auch die wunderbare Akustik des Kirchenraums.
Danach hatten wir natürlich Gelegenheit einige Lieder aus unserem Repertoire zu singen und so auch selbst das Klangerlebnis zu spüren.

Mittagszeit!
Unser nächstes Ziel war daher das Gasthaus Stern in Rüdenau, einem Prtsteil von Miltenberg. Unsere Gruppe hatte einen ganzen Raum für sich und ließ es sich gut schmecken. Gestärkt ging es weiter nach

Miltenberg am Main, dem nächsten Ziel.

Unser Schiff wartete schon im Hafen und startete alsbald zu einer einstündigen Rundfahrt auf dem Main mit Kaffee, Kuchen, Informationen über die Stadt und interessanten Stadtansichten von der Wasserseite.

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Hier ein kleiner geschichtlicher Abriss über die Entwicklung und Bedeutung der Stadt:

Der Raum um die heutige Stadt ist ein uraltes Siedlungsgebiet (Flussübergang). Die ersten Siedlungsspuren stammen aus der Keltenzeit (1200 – 700 v. Chr.). Später wurden hier auch von den Römern Castelle erbaut.
Das Altstadt-Castell – oppidum walehusen gilt als Vorläufersiedlung der heutigen Stadt. Miltenberg gewann schon früh große Bedeutung als „Brückenstadt“ über den Main an der damaligen Welthandelstraße Frankfurt – Nürnberg.
1379 hatte die Stadt bereits eine große Ausdehnung, mit eigenem „Kaufhaus“ für die Lagerung der Handelsgüter, eine Stadtwaage und ein Zeughaus (Getreidespeicher).
Die zweite wichtige Einkommensquelle in der damaligen Zeit war die Sandsteingewinnung und dessen Verarbeitung. Davon zeugen auch heute noch die großen Steinbrüche entlang dem Mainufer, die inzwischen allerdings stillgelegt sind und als Brutgebiet für seltene Vogelarten dienen. Auf dem Wasserweg konnte der Buntsandstein über weite Strecken transportiert werden und fand so als Baumaterial bei vielen bedeutenden Gebäuden Verwendung (z.B. Kölner Dom).

Zum Ende der Schifffahrt hatte der Wettergott endlich ein Einsehen, die WOlken verzogen sich, es wurde sonnig. Jetzt bot sich uns noch die Gelegenheit, zu Fuß die prächtige Altstadt mit den wunderschönen Fachwerkhäusern und den historischen Gebäuden ein wenig zu erkunden.

NAch dem Abschluss-Erinnerungsfoto am Hafen bestiegen wir wieder unsere Busse und machten uns durch den schönen Kraichgau auf den Heimweg.
Ein herzliches Dankeschön an die Busfahrer und das Reiseunternehmen Friedmann.

Adieu Miltenberg!
Bis zu unserem nächsten Ausflug
Eure Renate Schnatzer

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